OPEN CALL

THEATERFESTIVAL SCHWINDELFREI  2020
– RESIDENZEN und AUSTAUSCHPROGRAMM

Bewerbungsfrist: 13. Oktober 2019

Was ist das Theaterfestival Schwindelfrei 2020?
Das Theaterfestival Schwindelfrei versteht sich als Treffpunkt und Plattform der freien darstellenden Künste aus der Metropolregion Rhein-Neckar. Schwindelfrei öffnet Räume für künstlerische Versuchsanordnungen, initiiert einen Austausch zwischen den lokalen und überregionalen Szenen und dem Fachpublikum, sucht Verbindungen in die Nachbarschaften und zum Mannheimer Publikum. Das Festival wird seit 2009 vom Kulturamt Mannheim ausgerichtet und findet vom 3. bis 5. Juli 2020 zum siebten Mal statt.

Freie Künstler*innen und Gruppen mit Wohn- oder Produktionsstandort in der Metropolregion Rhein-Neckar sind eingeladen, sich für zwei offene und prozesshafte Formate zu bewerben.

(1.) RESIDENZEN für künstlerische Experimente – Thema FABULATIONEN
Nähere Informationen zum Umfang, Ablauf und Bewerbungsbedingungen unter
Residenzen

(2.) TRANSFER - Programmfür künstlerischen Austausch oder Mentoring – Thema frei wählbar
Nähere Informationen zum Umfang, Ablauf und Bewerbungsbedingungen unter
Transfer-programm

Im Rahmen des Festivals vom 3. bis 5. Juli 2020 werden Einblicke in diese künstlerischen Prozesse mit dem Publikum geteilt. Zudem ergänzen Gastspiele und weitere Formate zum Festivalthema das Programm.

Das Festival wird vom 3. bis 5. Juli.2020 in folgenden Häusern der freien Szene stattfinden: EinTanzHaus, theater/haus G 7, zeitraumexit
 

Das Thema

FABULATIONEN – more than a single story

Unter dem Titel FABULATIONEN – more than a single story wendet sich das Theaterfestival Schwindelfrei 2020 der Bedeutung von Narrativen für unsere täglichen Handlungen, Haltungen und Überzeugungen zu und begibt sich auf die Suche nach mehr als der einen Geschichte – nach vielfältigen, vergessenen oder zu erfindenden Mythen, Erzählungen, Visionen. Das Festival lädt dazu ein, sich vorgefertigten Bildern und blinden Flecken in der öffentlichen Wahrnehmung fabulierend zu widersetzen, die mitunter unbewusst Machstrukturen und Diskriminierungen fortschreiben („danger of a single story“, Chimananda Ngozi Adichie).

Welche Geschichten und Ereignisse prägen die gesellschaftlichen Fabeln und Erklärungsmodelle, die den eigenen Blick auf die Welt und unsere Stadt bestimmen, und welche bleiben ungehört? Wie lässt sich der künstlerische Raum des „als ob“ lustvoll der Diagnose eines postfaktischen Zeitalters entgegensetzen? Wie die performative Möglichkeit zur Veränderung des Gegebenen hervorheben?

Gesucht sind aktuelle ästhetische Formen, die das Theater als utopisch-kritischen Raum für unerhörte oder noch unerdachte Geschichten und Szenarien entwerfen – performative Visionen, die unseren Realitätssinn für einen Moment zu überschreiben verstehen oder der Realität gerade das zufügen, was ihr schmerzhaft fehlt.

Weitere Informationen zum Thema unter
thema